Kartoffelkuchen: Genuss aus der Oberlausitz

Kartoffeln waren lange Zeit eines der zentralen Grundnahrungsmittel in Deutschland. Damals kamen sie allerdings nicht nur auf den Teller – sondern auch in den Kuchen! Wie in diesem traditionellen Rezept aus Sachsen.

Ich liebe selbstgebackenen Kuchen und finde, damit kann man sich wirklich das Wochenende versüßen! 🙂 Dieses Mal habe ich mir einen Kuchen ausgesucht, den ich zuvor noch nie selbst gebacken habe. Die Kombination aus Kartoffeln und Hefeteig klang aber sehr spannend – also nichts wie ran 😉

Ursprünglich stammt das Rezept übrigens aus der Oberlausitz. Dort kam der Kuchen lange Zeit vor allem an Festtagen auf den Tisch, denn die Kartoffel war eine der wichtigsten Feldfrüchte vor Ort und hatte hohes Ansehen.

Habt ihr schonmal einen Teig mit Kartoffeln gemacht? Ich hatte zuvor schon öfter darüber gelesen.

Mir ist dieser Teig aber leider nicht ganz gelungen. Ich hatte – das erste Mal überhaupt! – Probleme mit der Hefe! Der Teig ist aus irgendeinem Grund nicht richtig aufgegangen… Und das, obwohl ich ihn extra warm gestellt habe. Nun ja. Dadurch war der Kuchen am Ende leider sehr fest. Vermutlich hätte ich mehr Milch verwenden müssen – ich habe die Menge oben im Rezept nun schon etwas angepasst… 🙂

Kartoffelkuchen Lausitz DDR

Ihr braucht:

  • 1 Blech und ungefähr 25 Minuten Zeit (+ 35min zum Ruhen und 20min im Ofen)

— Für den Teig —

  • 400g Mehl
  • 300g gekochte Kartoffeln
  • 200g Rosinen
  • 200-250ml Milch
  • 80g Margarine
  • 60g Zucker
  • 42g Hefe
  • 1 Prise Salz

— Für den Belag—

  • 50ml Milch
  • 100g Zimtzucker

Zubereitung:

Sind die Kartoffeln noch nicht gekocht, sollte man damit anfangen.

Dann Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde für die Hefe drücken. Die Hefe zerbröckeln und mit 50 bis 100ml warmer Milch zu einem kleinen Teig verkneten. Anschließend etwa 20 Minuten ruhen lassen.

Kartoffelkuchen Lausitz DDR

Danach auch alle übrigen Zutaten hinzugeben und alles zu einem Teig verkneten. Noch einmal für 15 Minuten gehen lassen.

Kartoffelkuchen Lausitz DDR

Zum Schluss den Teig ausrollen und auf ein gefettetes Kuchenblech legen. Mit der Milch für den Belag bestreichen und mit Zimtzucker bestreuen.

Kartoffelkuchen Lausitz DDR

Nun bei 220 Grad für ca. 20 Minuten backen. Danack kann der Kuchen noch etwas gebuttert und/oder gezuckert werden.

Fertig! 🙂

Mein Tipp: Der Teig sollte beim Ruhen unbedingt schön hochgehen! 😉 Zur Not einfach noch etwas mehr Milch hinzugeben und länger als angegeben stehen lassen!

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3 Gedanken zu “Kartoffelkuchen: Genuss aus der Oberlausitz

  1. Ja, das schmeckt,
    aber dein Problem liegt nicht in der Menge der Milch (soviel, wie das Mehl für den Hefeteig bindet) , sondern bei der Zubereitung: Nicht nach dem Hefestück “ alle anderen Zutaten dazu“ sondern:
    zuerst den ganzen Hefeteig zubereiten, den gehenlassen, in der Zeit die Kartoffeln reiben oder durchdrücken, etwas abkühlen lassen ( wenn das ganze zu feucht ist die Kartoffeln mit etwas Mehl bestäuben ) und unter den fertigen Hefeteig einarbeiten, nochmals gehen lassen; dann aufs Blech und mit lauwarmer Milch einpinseln, ein paar Butterflöckchen drauf und (Zimt) Zucker und ab in den Ofen.
    Wurde in Sachsen zu Weihnachten mit dem restlichen Stollenteig so gemacht und noch warm, wenn er vom Bäcker kam angeschnitten. Ein Genuss !

    Gefällt 1 Person

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